Es ist an der Zeit, dass wir von unserem Baufortschritt berichten. In Dresden zeigten wir Anlagenteile zwischen Badel und Diesdorf im Rohbauzustand. Die Züge fuhren über einen gespachtelten Anlagenabschnitt. Damm, Brücke am Molmker Bach sowie die Holzbrücke im Einschnitt bei Badel waren vorhanden, so dass der Besucher schon erkennen konnte, wie es einmal aussehen wird. Nachdem wir aus Dresden zurück waren, haben wir uns gleich an die Arbeit gemacht und die Landschaftsgestaltung in Angriff genommen. An der Ausfahrt Badel in Richtung Diesdorf entsteht ein Wald, dessen erster Abschnitt bereits fertig ist. Wir können schon sehen, dass es bisher keinen schöneren Wald auf unserer Anlage gab. Der Waldboden wurde mit Erde und dem Begrasungsgerät vorbereitet. Anschließend werden Bäume und Büsche gepflanzt, die vor dem Setzen bearbeitet werden. Die Bäume formt unser Waldmeister in handwarmem Wasser und verlängert die Stämme. Diese Rohlinge werden anschließend mittels Baumspachtel und -farbe endbehandelt. Die fertigen Rohlinge werden erst nach dem Einsetzen begrünt, handelsübliche Flocken kommen Ast für Ast an den Baum. Diese akribische Arbeit kostet viel Zeit, das Ergebnis ist nicht mehr zu überbieten. Geplant ist, die gesamte Ecke beiderseits des Einschnitts so zu bewalden. Waldtypische Details werden mit eingearbeitet.

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Walddetail: Die behandelten Kiefernstämme wirken  sehr natürlich.

Der fertige Waldrand in Höhe der Bahnhofsausfahrt Badel.

An die Waldkante schließt sich freies Gelände an. Entsprechend der Landschaft beiderseits des Molmker Baches bei Diesdorf haben wir zwei verschiedene Grünflächen gestaltet. Hier kam nach der Bodenaufbringung ebenfalls das Begrasungsgerät zum Einsatz. Mehrere Schichten verschiedener Faserarten ergeben ein naturnahes Bild. Der Bach und sein Ufer sind mit handelsüblichem Geländematerial gestaltet. Schilf, Schwertlilienbüsche und andere Pflanzen säumen das Bachufer. Das Wasser ist aus farbloser Fenstermalfarbe hergestellt. Es wird einfach aus der Flasche auf den trockenen Untergrund aufgebracht und ist nach dem Austrocknen glasklar. Der Untergrund ist mit verschiedenen Sanden und kleinsten Kieseln farbig vorbehandelt. So entsteht in etlichen Arbeitsschritten ein vorbildnaher Wasserlauf.

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Die Brücke über den Molmker Bach - entstanden 1985.

Hier aus einer anderen Perspektive. Das Saugrohr ragt markant in die Höhe.

Eine der Wiesen beiderseits des Baches dient als Weide für eine Rinderherde. Ein einfacher Zaun aus gespaltenen Hölzern und Messingdraht ist die Einfassung. Die Viehtränke ist aus Messingblech gelötet, die Fläche um die Tränke sieht richtig zertrampelt aus. Auf der zweiten Wiese haben wir auf eine weiterführende Gestaltung bis auf eine kleine Baumgruppe verzichtet. Schließlich soll die Anlage nicht überladen wirken.

Natürlich ist die Bahnböschung wie beim Vorbild bewachsen und begrünt. Der Landschaftsgestalter hat sich mit Material zurück gehalten, um auch hier ein Zuviel zu vermeiden.

Schließlich sind auf dem Anlagenteil Molmker Bach noch zwei Wege vorhanden. Auf einem Weg treibt ein Schafhirt seine Herde zum nächsten Weideplatz. Am zweiten Weg steht ein einfacher Holzschuppen, wie er überall auf dem Lande zu finden ist. Das gesamte Anlagenteil wird von einer Freileitung überspannt. Die Masten hierzu entstanden überwiegend im Eigenbau.

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Der kurze Güterzug vor dem Feldweg

An der Badeler Holzbrücke

 

Text und Fotos: H.-J. Ewald

 

 

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