GleisplanArendsee

Der Kleinbahnhof Arendsee ist der Endpunkt der von Stendal ausgehenden knapp fünfzig Kilometer langen Strecke der Kleinbahn-AG Stendal – Arendsee. Die Bahnlinie wurde im Dezember 1908 eröffnet. Sie diente wie überall im ländlichen Raum der verkehrlichen Erschließung der angrenzenden Gemeinden. Über die Stendaler Kleinbahn AG (1914) kamen Strecke und Bahnhof 1946 dann zur VVB der Verkehrsbetriebe Sachsen – Anhalt, bis sie im Zuge der Verstaatlichung 1949/50 zur Deutschen Reichsbahn gelangten.

1915 verkehrten zwischen Klein Rossau und Arendsee täglich drei Zugpaare, 1924 waren es vier und 1959 sechs Zugpaare.

Im September 1970 wurde der Güterverkehr und am 27. Mai 1978 der Personenverkehr zwischen Arendsee und Klein Rossau eingestellt.

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Unser Vorbild verfügt über ein Bahnsteiggleis, ein Umfahrgleis, eine Ladestrasse einschließlich Kopf- und Seitenrampe sowie einen Lokschuppen mit Bekohlung. Im Lokschuppen befindet sich eine Brunnenanlage. Ferner existierte ein Anschlussgleis zu einer Kartoffelflockenfabrik. Dieser typische Endbahnhof wurde von uns zur Nachbildung ausgewählt, weil er über einen für Kleinbahnverhältnisse umfangreichen Gleisplan verfügte, eine Verbindung zur Staatsbahn hatte und auch durch den Werksanschluß vielfältige Rangiermöglichkeiten bot. Im oben gezeigten Gleisplan sind sowohl Staatsbahnhof als auch der Endpunkt der Kleinbahn dargestellt. Der Anschluss zur Kartoffelflockenfabrik ist im gezeigten Ausschnitt zu erkennen.

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Das Empfangsgebäude nach der Betriebseinstellung        

Der Modell-Triebwagenersatz wartet hier auf Ausfahrt.

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Lokschuppen und Bansenrest  fristen ihr kümmerliches Dasein

Das Modell mit nachgebildetem Innenleben.  

Der Personen- und Güterverkehr wurde überwiegend mit Dampflokomotiven abgewickelt. Nach jeder Zugfahrt musste die Lok über das Umfahrgleis umgesetzt werden. Es wurden  auch sowohl PmG als auch Gmp gefahren. In den letzten Jahren seines Bestehens wurde Arendsee auch durch Triebwagen bzw. V-Loks mit Steuerwagen bedient. Im Güterverkehr bot die kombinierte Kopf- und Seitenrampe die Möglichkeit der Be- und Entladung von landwirtschaftlichen Maschinen, von Straßenfahrzeugen und zur Viehverladung.

Als 1922 die Staatsbahnstrecke zwischen Wittenberge und Salzwedel eröffnet wurde, ergab sich die Möglichkeit der schon genannten Gleisverbindung dort hin.

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Wie oft es eine Übergabe zur Staatsbahn gab, wissen wir nicht

Die Weiche zum Anschlussgleis wurde 1980 schon entfernt.

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Die Gebäude der ehemaligen Kartoffelflockenfabrik stehen noch, heute dienen sie anderen Eigentümern.

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Die Eigenbaumodelle warten während der kompletten Umgestaltung unseres Bahnhofes noch auf ihren endgültigen Einbau.

Arendsee ist ein bekannter Luftkurort. Seit  1872 gibt es eine Kaltwasserheilanstalt mit einem angeschlossenen Kurhaus. Neben dem Kurbetrieb sind in  Arendsee Betriebe der Holz- und Getränkeindustrie angesiedelt.  Anziehungspunkt der Stadt ist der Arendsee mit einer Fläche von 542 ha und einer maximalen Tiefe von 53 m. Er ist von Eichen, Birken und Kiefern umgeben.

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Eisenbahner verbrachten hier ihren Urlaub

Der See ist zum Teil durch Bodensenkung entstanden und teils glazialen Ursprungs. 
Der Name des Sees soll sich ableiten aus den Worten eines biederen Weibleins zu ihrem  Ehemann, als sie am Ufer des Sees standen:“ Arend, seh!“.

Heute hat die Stadt Arendsee ca. 3100 Einwohner.

Die Angaben zu Stadt und See stammen aus : Bilder aus der Altmark, 1883, Verlag von J.F. Richter, Hamburg

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EG mit Zug
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Bekanntmachung Abnahme eines Streckenabschnitts mit Zwischenfall

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