Umbau und Erweiterung in Arendsee

Schon seit längerer Zeit gab es Überlegungen zum Bahnhof Arendsee. Seine beiden Segmente zählten zu den ältesten Teilen unserer Vereinsanlage.  Wir hatten bereits vor einigen Jahren den Bahnhof neu gestaltet, auch das Empfangsgebäude ist nicht mehr das aus unseren Anfangsjahren.  Trotz der Neugestaltung zeigten sich starke Abnutzungsspuren.  Wir waren mit dem Zustand der Bahnhofsteile nicht mehr zufrieden.

Für den Modellbahnbetrieb hatten sich folgende Punkte herauskristallisiert:

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Zwei Eindrücke unseres „alten“ Bahnhofs  vor dem Umbau. Damit konnten wir nicht mehr zufrieden sein.

Wir mussten Hand anlegen.

Startpunkt des Umbaues war eine der vielen Exkursionen in die Altmark, bei der wir  die Gebäude der ehemaligen Kartoffelflockenfabrik gerade näher besichtigten und uns deren Bau vorgestellten.  Da kam der Hinweis eines Anwohners zu einer Ausstellung im Haus der Tourist-Information Arendsee mit  Bildern  und anderen Dokumenten des Kleinbahnhofes. Diese Ausstellung war sehr informativ und so entschlossen wir uns nach reiflicher Überlegung zum Umbau unseres Modellbahnhofes.

Nun ging es ans Planen und Bauen.

Zwischen Segment 1 und 2 wurde ein 120 x 100 cm großes Zwischenstück eingefügt. Hierdurch wurde der Bahnhof gestreckt. Es enthält den Lokschuppen und eine nun auch stellbare Weiche mit angedeutetem Übergabegleis zum Staatsbahnhof.

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Das teilweise beräumte Teil 1 vor der Neugestaltung

Hier haben Gleisbau und Gestaltung schon Formen angenommen

Segment 2 wurde völlig neu gebaut. Hier fanden die Gebäudetrakte der Fabrik mit zwei  Anschlussgleisen, zwei mechanisch stellbaren Weichen mit Umschalter, die Ausziehmöglichkeit für Rangiereinheiten bis zum Ra 10 und das Einfahrsignal als Trapeztafel ausreichend Platz.

Der notwendige Bogen in Richtung Stapel wurde auf einem weiteren Fünfeck in ansprechendem Radius und altmarkcharakteristischer Landschaftsgestaltung ausgeführt.  Hieran schließt sich ein kleines Teil von 60x60 Zentimeter, um für Rangierarbeiten in Stapel die notwendige Ausziehlänge zu haben.

Diese Erweiterungen verlängern zwar Fahrweg und –zeit nach Stapel, bieten jetzt aber genügend Rangiermöglichkeiten, um den Bahnhof Arendsee bis zur Ankunft des Zuges aus Stapel/Klein Rossau zu beleben.

Für die elektrische Steuerung in den neuen Teilen wurde ein kleines Schaltpult entwickelt, welches die Weichenstellung und die zugeschaltete Fahrspannung signalisiert. Integriert wurde dabei die Fernbedienung der Haltestelle Stapel. Sie ersetzt bei einem Personalengpass den örtlichen Bediener in Stapel.

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Na, alles in Ordnung ...

... mit den Neubauten?

Die Umgestaltung des Bahnhofes Arendsee umfasste nicht nur den Bau von Anlagenteilen, Gleisen und die entsprechende Verdrahtung. Das nicht in dem Umbau einbezogene Segment 1 bliebt zwar in seinem Grundgerüst erhalten. Es wurden jedoch einige Gleisstücke erneuert. Von der Grasnarbe bis zu den Wipfeln der selbst gefertigten Bäume erhielt dieses Stück eine neue Landschaft. Die hier begonnene Gestaltung wurde über die neuen Teile bis zur Haltestelle Stapel durch gezogen, so dass ein einheitliches Bild entstanden ist. Der Lokschuppen einschließlich der Bekohlungsanlage entstand neu. Besonders aufwändig war der Modellbau der Fabrikgebäude, die wie selbstverständlich jetzt zum Bahnhof gehören. Viel Mühe, die sich gelohnt hat. Auf das anschließende Fünfeck haben wir einen LPG-Fahrzeugunterstand aus Holz untergebracht. Dieses Einzelstück  verdanken wir einem befreundeten Modellbahner, es wirkt ausnehmend gut in unserer Landschaft.   Eine vorbildgerechte Mittelspannungsleitung einschließlich selbst gebauten altmarktypischen Trafohäuschens sowie die Masten für eine angedeutete Freileitung runden das Bild ab.

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Mit dem Ergebnis unserer Arbeit können wir zufrieden sein,  jetzt ist Arendsee wieder schick.  Die Mühe hat sich gelohnt.

Der Rohbau unserer neuen Errungenschaft war bereits in Bremen 2013 zu sehen. Die Besucher der Erlebnis Modellbahn 2015 in Dresden hatten das Vergnügen, den neuen Bahnhof in seiner vollen Schönheit zu begutachten. Wir glauben, er hat Anklang gefunden. 

Text und Fotos:
Winfried Boremski und
Hans-Joachim Ewald
 
 
 
 
 

 

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