Stapel Name
Gleisplan Stapel St. 30.3.1962

Stapel ist eine kleine Gemeinde etwa 10 km südöstlich von Arendsee entfernt. Mit dem Bau der Strecke Arendsee – Osterburg über Klein Rossau und Peulingen durch die „Kleinbahn- AG Stendal – Arendsee“, eröffnet im Jahr 1908, wurde diesem Ort eine Betriebsstelle zugeordnet. Die Haltestelle wurde zuerst etwa einen Kilometer weiter nördlich errichtet und erhielt den Namen Bretsch-Stapel. Nach der Umverlegung der Haltestelle Mitte der zwanziger Jahre des v. Jh. entfiel der Namensteil Bretsch.  Die landwirtschaftliche Nutzung des Transportmittels Eisenbahn führte zur gleichzeitigen  Anlage eines Ladegleises und  einer Kopframpe parallel zum Bahnsteig. Die Haltestelle liegt seitdem neben der Straße von Fleetmark nach Osterburg und wird im spitzen Winkel von dieser gequert.

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1980 war die Querung der Strecke noch gut erkennbar.

2011 war die Trasse nur noch ein Waldweg.

Ein kleines Empfangsgebäude sowie ein Abort genügten den Anforderungen des Reiseverkehrs. Die drei Weichen waren ausreichend für die anfallenden  Rangierarbeiten.

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So sah der Reisende sein Stapeler Bahnhofsgebäude, hier schon Baustelle

Das abgeräumte Bahnhofsgelände, nördlich der Einfahrt gesehen.

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Auch das Toilettengebäude wurde umgebaut.

Kein Verkehrsschild, aber eindeutig.

Für unser Anlagenprojekt ist Stapel ein typischer Nebenbahnstandort einfacher Ausführung. Der kurze Bahnsteig mit Sandaufschüttung besaß eine feste Kante. Die Ladestraße erhielt beidseitigen Anschluss und war mit Kopfstein gepflastert, ähnlich auch die kurze Rampe.

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So sieht Stapel im Modell aus, gut ist die Einfachheit der Anlage erkennbar.

Für Zugkreuzungen ist Stapel nicht vorgesehen.

Bedient wurde Stapel durch  PmG oder GmP. Im reinen Personenverkehr fuhren auf dieser Strecke Triebwagen (Foto siehe bei Fahrzeugeinsatz).  Darüber hinaus verkehrten  gelegentliche Übergaben von Arendsee.

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Abschließend einige Bilder zur Abrundung des Eindrucks unserer einzigen Haltestelle:

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Episode:

Vor Jahren besuchten wir anlässlich einer der vielen Exkursionen in die Altmark nochmals Stapel. Die Gleise sind schon lange verschwunden und das Empfangsgebäude umgebaut,  es ist aber als solches noch erkennbar.
Als wir nun aus unseren Autos stiegen und die Fotoapparate zückten, schaute die Bewohnerin skeptisch auf unser Tun. Eines unserer Mitglieder hatte seine Fotosammlung dabei und zeigte zur Beruhigung der Dame Bilder unseres Modells. Sie war so beeindruckt, dass sie ihren Mann herbei rief und beide meinten, wir hätten Vorbildfotos dabei. Wie groß war ihr Erstaunen, dass es nur Abbild des Modells war. Für uns ein schönes Zeichen, wie genau wir das Vorbild ins Modell umgesetzt haben.
 

Hinweis: Der Gleisplan entstammt der Sammlung Stendal-Tangermünder Eisenbahnfreunde

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Stapel

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